Die Tätigkeit der Stiftung erfolgt unabhängig von jeder politischen, ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit beteiligter Menschen. ‚Versöhnen statt spalten‘, oft vom früheren Bundespräsidenten Johannes Rau gefordert, könnte als ständiges Motto bezeichnet werden. Wesentlich ist im politischen Bereich die offensichtliche Förderung der Demokratie und im religiösen Bereich die Förderung der Ökumene sowie der interreligiösen Verständigung.
Parlamentsabgeordnete und andere
Mandatsträger nutzen das Netzwerk der Stiftung, um ‚Verantwortung
vor Gott und den Menschen’ zu thematisieren und die Bedeutung dieser
Verantwortung für den persönlichen und den politischen Alltag zu
erkunden.
In diesem Zusammenhang unterstützt und begleitet die Stiftung überparteiliche
und überkonfessionelle Frühstücksbegegnungen mit Gebet und
Gedankenaustausch. Entsprechende Gruppen gibt es beispielsweise im Deutschen
Bundestag, in verschiedenen Landtagen, für Beamte und Angestellte des
Öffentlichen Dienstes, für Führungspersönlichkeiten in
Wirtschaft und Gesellschaft.
Das Wirken der Stiftung in vielen Ländern ist begründet durch die Tatsache, dass Verantwortung vor Gott und den Menschen nicht an nationalen Grenzen endet. Als Beispiel erwähnt sei ein Kreis von Botschaftern aus aller Welt, in dem es regelmäßig zu Gesprächen und Aktivitäten zwischen Mandatsträgern, Repräsentanten humanitärer Organisationen und der Wirtschaft kommt. Häufig werden Vertreter der Stiftung in regionalen und nationalen Konfliktfällen zur Erzielung einer Verständigung zwischen streitenden oder kämpfenden Seiten herangezogen.
Die Beteiligung junger Erwachsener
an der Beziehungspflege ist von großer Bedeutung für die Stiftung.
Gesprächskreise, Begegnungen Gleichaltriger aus verschiedenen Teilen
der Welt und Auslandseinsätze unterschiedlichster Art sind Merkmale dieser
Tätigkeit.