Wurzeln
in den Vereinigten Staaten von Amerika. Während des
Zweiten Weltkrieges hatten die Mitglieder des Kongresses der USA zu entscheiden,
ob man in diesen Krieg mit allen Folgen eintreten sollte. Einige kamen zu
dem Schluss, dass zur Entscheidungsfindung Gebet weiterhelfen könnte.
Man beschloss, sich informell über alle Partei- und Konfessionsgrenzen
hinweg zum Frühstück zu treffen, die Hilfe Gottes zu suchen und
einander auch ganz
persönlich
zu ermutigen. Die Begegnungen der Politiker waren und sind bis heute stets
privater Natur und haben vielfältige Nachahmung gefunden. Einmal im
Jahr laden die Mitglieder des Kongresses aus den Frühstücksgruppen
zu einem ‚National Prayer Breakfast’ in Washington D.C.
ein. Der Präsident und Vizepräsident, Regierungs-mitglieder und
Parlamentarier sowie bedeutende Repräsentanten aus den 50 US-Bundesstaaten
besuchen dieses bedeutende jährliche Ereignis. Hinzu kommen ausländische
Gäste aus über 100 Ländern.
Diese Veranstaltung kann im Internet
unter folgendem Link abgerufen werden:
www.c-spanvideo.org /program/NationalPrayerBrea
Anfänge
in Stuttgart und Bonn. 1979 wurden deutsche Politiker zum
‚National Prayer Breakfast‘ nach Amerika eingeladen. Mit Unterstützung
des damaligen Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion und späteren
Ministerpräsidenten
von Baden-Württemberg, Erwin Teufel, entstand eine erste Frühstücksbegegnung
im Landtag von Baden-Württemberg. ,Gründer' waren unter anderen
die Landtagsabgeordneten Rudolf Decker (CDU) und der verstorbene Dr. Hermann
Precht (SPD). Nach dem Vorbild in Stuttgart griffen im Jahre 1981 einige
Abgeordnete des Deutschen Bundestages in Bonn diesen Gedanken auf. Seitdem
treffen sich Bundestagsabgeordnete regelmäßig zu einem Gebetsfrühstück
auf interfraktioneller und überkonfessioneller Basis.
In der Hauptstadt Berlin ist die Stiftung bzw. ihre Gründerin,
die Vereinigung zur Förderung der Völkerverständigung e.V.
seit 1996 präsent. Die ‚Zentrale‘ befindet sich beim Pariser
Platz, nahe dem Brandenburger Tor. Die geringe Entfernung zum Reichstag
war für diese durch die Hilfe von Sponsoren ermöglichte Standortwahl
maßgebend.